BMX-Trainingscamp mit Daniel Schlang in Wemmetsweiler

Wir möchten mit euch und Daniel Schlang (Deutscher Meister) ein besonderes Wochenende gestalten, an dem jeder, der Lust auf BMX hat, teilnehmen kann. Wir freuen uns auf ein lehrreiches und spannendes Wochenende an dem wir bei schöner Stimmung trainieren und die Abende zusammen am Lagerfeuer gemütlich ausklingen lassen.

  • Termin: 21. – 23. Juli 2017
  • Uhrzeit: Beginn: 21.07 16 Uhr; Ende: 23.07. 16 Uhr
  • Ort: BMX-Bahn in Wemmetsweiler, Heiligenwalder Straße, Saarland
  • Teilnehmer: Beginner + Lizenzer
    Gruppe 1 bis 12 Jahre; Gruppe 2 ab 12 Jahre
  • Details zu Kosten, Anmeldung etc.

Datum: Sonntag, 18. Juni 2017

Anschrift: „Zum Rommbach“, Heiligenwaldstrasse, 66589 Wemmetsweiler Art der Bahn: B-Bahn mit 8 Startplätzen Veranstalter: RV Weiße Rose 1895 Püttlingen e.V. WAV: Heinz Plein

Weitere INFOS´S gibt´s HIER

WAS IST EIGENTLICH BMX?

BMX ist die Abkürzung für Bicycle MotoCross. Das X steht einerseits für das englische Wort cross (Kreuz), andererseits ist auch das Verb to cross gemeint, das auf Deutsch durchfahren/überqueren heißt. BMX bezeichnet eine Ende der 1960er in den USA entstandene Sportart, die es dem Sportler gestattet, auf einem 20″-Fahrrad (20-Zoll-Laufräder) viele verschiedene Tricks oder Stunts auszuführen. Der Vorläufer des BMX war Anfang der 60er Jahre das sogenannte „Sting-Ray“ (Stachelrochen) Fahrrad, welches in weiterentwickelter Form in den 70ern als Bonanzarad nach Europa kam. Bereits mit diesen „Sting-Rays“ trugen die Jugendlichen in den USA Wettkämpfe auf einem mit Sprüngen und Steilkurven versehenen, etwa 400 Meter langen Sandkurs im Kopf-an-Kopf-Rennen von acht Kontrahenten aus. Da die Fahrräder für diesen harten Einsatz eigentlich nicht konzipiert waren, entwickelte man statisch stabilere Rahmen – behielt aber den hohen Lenker und das 20-Zoll Felgenmaß bei – das erste „echte“ BMX-Rad war geboren. Anfang der 80er Jahre waren BMX-Räder bei Kindern und Jugendlichen sehr in Mode.

Seinen Anfang nahm der BMX-Rennsport wohl überall auf der Welt, wo Kinder und Jugendliche sich abseits von Straßen im Gelände mit ihren Rädern die ersten Rennen lieferten, über Hügel sprangen und versuchten, es den Motocross-Fahrern auf ihren Motorrädern gleichzutun. Die ersten Bahnen wurden wohl in Kalifornien Anfang der siebziger Jahre gebaut, und so entwickelte sich der BMX-Rennsport von seinen Anfängen bis zum heutigen Tag kontinuierlich weiter. Die Bahnen wurden anspruchsvoller, mit größeren und technisch schwieriger zu fahrenden Hindernissen, betonierten Kurven und Starthügeln, bis hin zu Flutlichtanlagen und Tribünen. In Deutschland entstanden die ersten BMX-Bahnen in Bremen, Remagen, Magstadt, Schweinfurt, Sand, Saarwellingen, Völklingen, Ludweiler, Saarlouis, Losheim, Wemmetsweiler und Erlangen. Die Anzahl der Bahnen in Deutschland ist zwar nicht mehr so hoch wie in der Blütezeit des BMX-Sports Mitte der 1980er Jahre, aber die bestehenden Anlagen wie z. B. Kolbermoor, Betzingen, Königsbrunn, Weilheim, Weiterstadt, Bremen, Bispingen, Ingersheim und Plessa zeichnen sich durch einen hohen Anspruch und ständige Weiterentwicklung aus.

Die deutschen Racer zählten Mitte der achtziger Jahre zu den besten Europas, und Fahrer wie Uwe Sturm, Andreas Tittmann, Ivi Vidakovic, Uli Maurer, Bert Rückert, Rainer Schadowski, Oli Kienzle, Heiko Hirzbruch, Markus Blau, und Alex Bohnenstengel erreichten vordere Plätze bei internationalen Wettkämpfen. In den Neunzigern waren es Schüler-, Jugend- und Juniorenfahrer wie Juan Carlos Becker, Frank Mailänder, Mirko und Patrick Buljan, Dunkan Hell, Pamela Schäfer, Silke Lethen, Katrin Jost, Eva Maria Krämer, Natascha Graf, Ralf und Frank Richter, Decker Klaus – alle aus dem Saarland – sowie Elitefahrer wie Frank Brix, Steffen Lehman, Tarek Rasouli, Sascha Meyenborg, Jochen Beurer, Tim Simon, Kai Lehmann und Kerstin Munski, die den deutschen Rennsport international erfolgreich vertraten.

In den Nullern des neuen Jahrtausends war die Anzahl deutscher Elitefahrer weiter zurückgegangen. International kämpften mit Regula Runge bei den Damen und Markus Huber, Thorsten Lindemeier und Simon Schirle bei den Herren nur noch wenige Fahrer um internationale Titel, so dass sich der erhoffte Startplatz bei den Olympischen Spielen 2008 im chinesischen Peking für Deutschland nicht erreichen ließ. Neben den klassischen 20-Zoll-Rädern gibt es auch 24-Zoll-Räder, die BMX-Cruiser genannt werden.

Unsere Vereinseigene BMX Bahn in Wemmetsweiler !

Katrin Jost fährt auf´s Podest ! (2015)

Bei den deutschen BMX-Meisterschaften in Ahnatal (Hessen) haben die Starterinnen und Starter der Radfahrer-Vereinigung „Weiße Rose“ Püttlingen vor Kurzem gute Ergebnisse erzielt – allen voran Katrin Jost, die mit dem Gewinn der Silbermedaille für den größten Erfolg des Vereins sorgte.

Bei fast 40 Grad Celsius startete Jost samstags bei den weiblichen Cruisern in die Vorläufe. Mit den Plätzen zwei, fünf und zwei qualifizierte sie sich für das Finale. In einem spannenden Rennen musste sich Katrin Jost nur knapp der neuen deutschen Meisterin Kerstin Maier aus Württemberg geschlagen geben, kam aber deutlich vor der Drittplatzierten Franziska Folz, ebenfalls aus Württemberg, ins Ziel. Damit hat die Püttlingerin Jost ihren zahlreichen regionalen Erfolgen eine Silbermedaille auf Bundesebene hinzugefügt.

Für Thorsten Zimmer liefen die Vorläufe mit drei dritten Plätzen ebenfalls gut. Im Halbfinallauf verpasste er mit Rang sechs allerdings den Endlauf und belegte bei den Männern der Altersklasse 40+ letztlich den zwölften Platz. Für den jüngsten Fahrer des Vereins, John Zimmer in der Altersklasse U 11, endeten alle drei Vorläufe bei der DM mit Platz sieben. Somit belegte er den 27. Gesamtplatz. Auch der Meister-Titel des ehemaligen Püttlingers Daniel Schlang (Olympiastützpunkt Cottbus) machte den RV Weiße Rose stolz. Nach diesen Erfolgen hofft der Vereinsvorsitzende Stefan Chadzelek nun auf entsprechende Folgen in der saarländischen BMX-Szene: „Es bleibt zu hoffen, dass der Bau der Supercrossbahn im Saarland schnell erfolgen kann.“